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Kumitetraining - dienstags in der Schwabhalle


Das Kumiteraining dienstags 18:45 Uhr hat sich seit Längerem etabliert. Thilo Schlegel, 1. Dan, trainiert die Gruppe nun schon seit 2 Jahren. Anfangs war ein ziemlicher Wechsel der Teilnehmer zu verzeichnen, seit geraumer Zeit jedoch gibt es einen konstanten Stamm von 8 -12 Karatekas vom 5. Kyu bis 3. Dan im Alter von 20 - bis knapp 60jährigen. Das besondere an diesem Training ist: Eigentlich das ganze Training und, dass am Trainingsende, die letzte Viertelstunde Muskelaufbau erarbeitet wird.

Meist beginnt die Stunde mit einem Zirkeltraining in 3er- / 4er-Gruppen mit 6-8 Übungen je 60 Sekunden. Alternativ machen wir Mäusefüßchen und Ritsche-Ratsche mit Hüfteinsatz. Jetzt sind alle mehr als angewärmt, die, die neu in die Gruppe eingetreten sind, sind bereits am Ende. Nun geht es ruhiger ab in Form von Dehnung des gesamten Körpers. Aufgewärmt und gedehnt beginnt das eigentliche Kumitetraining.


Da die Teilnehmer regelmäßig kommen, kann in diesem Training richtig was erarbeitet werden, wie z. B. das korrekte Treffen , das Ansaugen, (ansatzlos!!), das Ausweichen mit Blick auf einen Kontertreffer, das richtige Bewegen im Kampf (wie Druck machen!), die Reaktion des Gegners zu beobachten, Kizami-Tsuki mit Hüftarbeit, Mae-Geri, Ashi-Barai und vieles mehr.

Das besondere hier ist, dass alles, was besprochen bzw. angeleitet wird, mit ständigen Partnerwechseln geübt wird und Thilo jedem Tipps zur Verbesserung gibt. In den nächsten Trainingsstunden wird das Erarbeitete wiederholt und manchmal nochmals vertieft.

Oft arbeiten wir auch an den kleinen Handpratzen. Dazu gibt es meist 2 lange Reihen, vor denen einer mit 2 Pratzen ausgerüstet steht. Nun schlägt jeder in der Reihe mit ansatzlosem Ansaugen und der möglichst richtigen Distanz Kizami-Tsuki/Gyaku-Tsuki auf die Pratzen und versucht so schnell wie möglich wieder Distanz zum Gegner herzustellen.
Oder wir stehen ohne Pratzen in Reihen, derjenige der vor der Reihe steht wehrt ab, die anderen greifen hintereinander an - im Moment mit vorgeschriebenen Techniken, die zuvor in einer so zusagen „Kumite-Kihon" geübt werden.
Auch hier ist uns die Kritik von Thilo sicher. Die ganze Stunde hindurch gibt Thilo uns unermüdlich Tipps und - wovon wir alle profitieren- er stellt sich teilweise in die Reihen, so kann man noch viel mehr abschauen und man wird nie übermütig, da Thilo meist pfeilschnell trifft und sich selten treffen lässt. Ein Riesenziel vor Augen (ihn zu treffen), wird man immer motivierter.

Meist kämpfen wir ein paar Runden. Und weil wir alle ausgepowert sind, kommt jetzt das vorher angesprochene 15-minütige Aufbautraining mit mind. 100 Liegestützen, 2 x 50 Bauchaufzügen, Stärkung der Rückenmuskel usw. In manchen Einheiten gibt es einen verkürzten, aber nicht weniger anstrengenden Muskelaufbau, und dafür Selbstverteidigung oder - wie jüngst -Kata Bunkai.

Trotz aller Anstrengung ist die Zeit des Trainings viel zu kurz. Und leider ist ein Kumitetraining die Woche, vieeel zu wenig!


Extrem auffällig in dieser Gruppe ist der Einsatzwille jedes Einzelnen. Während des Trainings ist richtig Feuer in der Luft. Da Thilo selbst an Karateturnieren durchaus erfolgreich teilnimmt hat er viele Wettkämpfer kennen gelernt und diese in sein Training eingeladen. Einige davon haben in dieser Gruppe sogar schon Trainings gegeben, wie Raphael Staubach, Steffen Maier, oder Andreas Büsing. Natürlich ist es für uns auch immer ein Highlight, wenn Kadermitglieder mit in der Reihe stehen wie oben Genannte, Anika Lapp, Janine Glaß, Khaled und Tama Allouch. Allein die hochrangigen Besucher bestätigen das hohe Trainingsniveau der Kumite-Einheit .
Ich bin auf Drängen vor ca. 1 ¼ Jahr 1 x in Thilos Training gegangen und seither ein begeisterter und regelmäßiger Teilnehmer. Nicht nur der Trainer und der Trainingsaufbau tragen dazu bei auch die insgesamt nette, fleißige und ehrgeizige Gruppe.


20.01.2010, Sybille